Zusammenarbeit zwischen Forstwirtschaft und Schäfereien ermöglichen großflächigen Waldnaturschutz und bürokratiearmen Biotopverbund zwischen Wald und Offenland.

Die Übernutzung der Wälder und die intensive Aufforstung sowie Landwirtschaft in der Nachkriegszeit brachten eine starke Trennung zwischen Wald und Offenland. Der leichte Übergang von Ackerland, zu Wiesenfläche, über Hochstaudenflur, Niederhecken, Gehölzriegel hin zu den großen Waldbäumen ist auch heute noch eher selten. Viele Vögel, Schmetterlinge, Reptilien und seltene Pflanzenarten sind auf diese Strukturen angewiesen. Historisch entstandene Lebensräume, wie offener Laubwald mit alten Eichen und Buchen als Höhlenbäume für Spechte und Eulen, Fledermäuse und Siebenschläfer sind durch die fehlende Beweidung im Wald nahezu verloren gegangen. Lediglich die großflächig angelegten Waldweiden erhalten Relikte der einst vielfältigen Waldnatur. Die Mindestgröße, die Bürokratie und Besprechungsintensität verringern die Umsetzungsmöglichkeiten und damit die Waldnaturschutzflächen. Das Antwortschreiben von Herr Minister Peter Hauk MdL auf die Anfrage durch den Verein ‚Schafe am Lachen‘ e.V. klärt über die Möglichkeiten von Waldfusionsflächen auf. Die Waldfusionsfläche bezeichnet kleinflächige Waldweiden und Waldpferche unter Beachtung der naturnahen Waldwirtschaft, spricht Waldgesundheit und Waldverjüngung. Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ermöglicht damit die Verbindung von Offenland und Wald durch das Insekten- und Samentaxi Schaf. Daneben beteiligt sich Herr Minister Hauk am Bürokratieabbau, indem die Schäfereien die Nebennutzung direkt mit den Waldbesitzenden klären können. Eine große Entlastung der Mitarbeitenden im Forst, Naturschutz, den Landschaftserhaltungsverbänden und Schäfereien. Beratend stehen die Unteren Naturschutzbehörden bei Artenschutz und die Unteren Forstbehörden bei nachhaltiger Waldbewirtschaftung weiterhin zur Verfügung.
