Flächendeckender Naturschutz wird durch unsere Schäfereien im großen Stil umgesetzt – nachhaltig durch den Einsatz von Tieren, flächenschonend durch das Ausbleiben von Maschinen, Biodiversität fördernd durch den Erhalt und die Stärkung der Strukturvielfalt.
Manchmal enthalten die einfachsten Momente die tiefste Wahrheit:
a. Schäfereien ermöglichen flächenbezogen einen Großteil des Naturschutzes
b. Was durch Beweidung entstanden ist, lässt sich durch Beweidung erhalten.
c. Es gilt den „Mehrnutzungsbetrieb“ Schäferei zu erhalten für Ernährung, Naturschutz, Biotopverbund und Landschaftsbild
Der Einsatz von Schafen und Ziegen gilt durch ihren leichten Tritt, dem „goldenen Tritt“, als flächenschonende Bewirtschaftung. Auch wird der Boden und das Bodenleben durch das Ausbleiben von schweren Maschinen vor Verdichtung geschützt. Während bei dem Einsatz von beispielsweise Mähwerken die Bodendiversität, wie die Ameisen- und Maulwurfshügel, verloren geht, können sich durch die schonende Beweidung verschiedene Kleinstlebensräume innerhalb des Hauptbiotopes etablieren. Dies fördert die Biodiversität der vorkommenden Pflanzen und damit auch der auf diese angepassten Tierarten. Zudem fördert das selektive Fraßverhalten, kombiniert mit einer lockeren Beweidung, bzw. mit einer Hütehaltung die Strukturvielfalt der Vegetation. Beispielsweise dient stehengebliebenes Altgras Insekten zur Überwinterung und verbissene niedrige Schlehen sind essentiell für den Erhalt spezialisierter Tagfalterarten.


Magere, ertragsärmere und meist steile Flächen wurden früher oft an Schäfer abgegeben, wodurch sich eine Vielzahl an Magerrasen und Wacholderheiden etablieren konnten. Mit der heutigen Technik lassen sich diese Flächen zwar maschinell pflegen, jedoch leidet darunter die Biodiersität und verursacht immense Kosten. Eine Pflege die sich am ehesten an die Beweidung annähern kann, findet durch Handarbeit und maximal mit Freischneidern statt. Gemessen an der Zeitintensität, den enorm hohen Kosten und der schweren Arbeit, ist der Erhalt der Schäfereien unumgänglich. Schäfereien betreiben nicht nur Lebensraum- und Artenschutz, sondern erhalten unser Landschaftsbild und produzieren Fleisch auf nachhaltige und tiergerechte Weise. Fleisch- und Wollproduktion auf mageren Weiden, auf denen zudem unbehandelte Arzneipflanzen vor.kommen Damit der Beruf nicht mit den Arten ausstirbt, ist es wichtig den Beruf attraktiver zu machen was den Lohn, die Arbeitszeit und Arbeitsintensität angeht.
